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opera piccola im Bunker F38 die humanisten Konversationsoper Auf der Suche nach neuen Aufführungsorten und -arten entsteht in Zusammenarbeit mit drei Maler/innen, die zum Thema der Oper arbeiten, eine Aufführung in den Räumen eines Bunkers aus dem II. Weltkrieg. Ausgewählt wurde die Oper des in Hamburg lebenden Komponisten Erhan Sanri nach dem Stück die humanisten des bedeutenden Wiener Lyrikers Ernst Jandl.
Die Auseinandersetzung mit den Werken zeitgenössischer Künstler ist Ziel dieser Aufführung, interpretiert durch Musik und Malerei. Aufgeführt an einem Ort, der durch den pervertierten Humanismusbegriff der Nationalsozialisten entstanden ist. Die beiden Hauptpersonen suhlen sich in ihren "humanistischen" Vorstellungen von Kunst und Gesellschaft. Wie weit entfernt sind sie dabei von den Erbauern des Aufführungsortes ??? Erhan Sanri, 1957 in Istanbul geboren, hat in Hamburg Musik studiert. Seine Werke, hauptsächlich Kammermusik, werden seit 1990 vielfach aufgeführt.
Im Jahr 2000 wurde seine erste Oper die humanisten in der Hamburger "opera stabile" uraufgeführt und vom Publikum beeindruckt aufgenommen.
Sanris Musik, äußerlich trocken: eine Geige, ein Kontrabaß und ein reiches Schlagzeuginstrumentarium, begleitet und kommentiert die Herren der Schöpfung bei ihren "philosophischen" Ergüssen während eines üppigen Abendgelages: Die Musik, aus kritischer Distanz zur Textvorlage geschaffen, zeigt, dass der Komponist mit (Musik) Noten zu spielen weiß, Freude am Komponieren und an einem verständlichen Kommentieren hat. Er überträgt diese Freude dadurch aufs Publikum. Der österreichische Schriftsteller und Lyriker Ernst Jandl (österr. Staatspreis 1984) hatte in den 70-er Jahren das Konversationsstück "Die Humanisten" geschrieben: Darin geben zwei Männer, die sich einander als "witzenschafter" und als "kunstler" vorstellen, dabei aber einer zivilisierten Sprache nicht mächtig sind, ihre Ansichten über Kunst, Politik, Religion, eigentlich über alles zum Besten. |
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